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FAQs zur LON-Technologie

 

 

Basisinformationen

 

Einsatzmöglichkeiten

 

Anwendungen

 

Anbindung an andere Technologien

 

Verkabelung

 

Standards und Normen

 

Planertipps

 

FAQ's

 

Ausbildung

 

Was ist LonWorks® oder LON?
Wie können LonMark®-Mitglieder von der Organisation profitieren?
Was ist ein Kontrollnetzwerk?
Warum ist Interoperabilität so wichtig für Kontrollnetzwerke?
Wo wird LON hauptsächlich eingesetzt?
Was ist ein offenes System?
Welches sind die wichtigsten Elemente eines offenen Systems?
Ist LonWorks® offen oder proprietär?
Wer bietet alles LonWorks® Chips an?
Was für Netzwerk-Tools gibt es?
Muss ich für Credits bezahlen oder muss ich proprietäre Lösungen nutzen, um Geräte installieren zu können?
Was für Infrastrukturprodukte gibt es auf dem Markt?
Welches sind LonWorks® Standards?


Was ist LonWorks® oder LON?
LON, das Lokal Operierende Netzwerk bringt das Computernetzwerk auf den Chip. So formulierten die Echelon-Gründer ihre Vision. Die Technologie strebt an, dass Netzwerke aus einer grossen Anzahl kostengünstiger sogenannter "Knoten" aufgebaut werden können. Diese Knoten können, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern produziert wurden, mittels LonTalk®-Protokoll untereinander kommunizieren. Jeder Knoten besitzt eine eigene Intelligenz. So können sie Daten untereinander ereignisgesteuert austauchen. Sie messen, steuern, regeln und kommunizieren. Dies ergibt ein äusserst flexibles Netz von Funktionen mit beinahe beliebigem Vernetzungs- und Komplexitätsgrad.
LonTalk® kann über Zweidrahtleitungen, 230 V Netze, Fiberoptik, Funk- und Ethernet-Netzwerke nahtlos übermittelt werden.

Wie können LonMark®-Mitglieder von der Organisation profitieren?
LonWorks®-Netzwerke ermöglichen integrale Gebäudeautomationssysteme unter Anwendung von Produkten mehrerer Hersteller aufzubauen. Gelegentlich ist es schwierig, Bauherren die aus dieser Offenheit resultierenden Vorteile zu kommunizieren und glaubwürdig darzustellen.

LonMark® Schweiz als Marketingorganisation bildet dazu die folgenden Plattformen:

  • Organisation von Seminaren und Workshops
  • Aufbau eines Netzwerkes zwischen den verschiedenen Nutzergruppen (Investoren, Planer, Gebäudeeigentümer, Hersteller, Systemintegratoren, Facility Manage, etc.)

Verschiedene wiederkehrende Marketingaktivitäten (Magazin, PR-Artikel, Newsletter, Infoplattform Website, neutrale technische Beratung, etc.)

Das Ziel von LonMark® Schweiz ist es, die LonWorks®-Technologie zu fördern und zu verbreiten sowie gemeinsame Interessen der Mitglieder zu entwickeln und zu unterstützen. LonMark® Schweiz bringt das globale Denken von LonMark® International in die lokalen Geschäftskreise.

Als Mitglied von LonMark® Schweiz...
... gestalten Sie die Entwicklung der LonWorks®-Technologie mit.
... sind Sie aktiv im Netzwerk der verschiedenen Nutzergruppen vertreten.
... können Sie am Know-how Austausch unter den Mitgliedern teilnehmen.
... profitieren Sie von vergünstigten Konditionen bei Marketing- und Schulungsaktivitäten.

Was ist ein Kontrollnetzwerk?
Ein Kontrollnetzwerk ist eine Gruppe von Geräten, die zusammen vernetzt werden, so dass im System überwacht, gemessen, gesteuert und kommuniziert werden kann. Ein Kontrollnetzwerk gleicht in den Grundzügen einem Datennetzwerk (wie z.B. LAN). Während Datennetze aus miteinander vernetzten Computern bestehen, bestehen Kontrollnetzwerke aus verschiedenen vernetzten Geräten, wie z.B. Sensoren, Aktuatoren, Raum- und Lichtkontrollern. Die Geräte kommunizieren, gleich wie bei Datennetzwerken die Computer, über einen gemeinsamen Kommunikationskanal. Die einzelnen Geräte sind mit Routern verbunden, die das gleiche Kommunikationsprotokoll verwenden.

Warum ist Interoperabilität so wichtig für Kontrollnetzwerke?
Mit der Anwendung von interoperablen Kontrollgeräten, können Endnutzer Geräte verschiedenere Hersteller in einem System anwenden. Ein offenes, bestehendes System kann jederzeit mit geeigneten interoperablen Geräten erweitert werden.

Wo wird LON hauptsächlich eingesetzt?
Die meisten Anwendungen mit der LON-Technologie gibt es in den Bereichen Gebäudeautomation, in der Industrie und im Transportwesen.

Anwendungen in der Gebäudeautomation

LON ist weltweiter Standard für die Gebäudeautomation. Hier wird LON überwiegend im Zweckbau eingesetzt. LON wird in Bürogebäuden, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern, Einkaufsgalerien, Messegebäuden, Flughäfen, Bahnhöfen, Museen und vielen anderen Gebäuden genutzt.
Mit LON werden die technischen Systeme in Gebäuden gewerkeübergreifend vernetzt. Ergebnis ist ein umfassendes, integriertes Automationssystem, eine wichtige Voraussetzung für Energieeffizienz, Komfort, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit.
Gewerke wie Elektro, Heizung, Lüftung, Klima, Sonnenschutz, Beleuchtung, Zugangskontrolle, Aufzüge usw. werden nicht mehr jedes für sich betrieben, sondern als aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem. Zwischen den verschiedenen Anlagen und Systemen können Informationen ausgetauscht werden. Jedes Gerät kann auf Basis dieser Informationen optimal an die Anforderungen des Gesamtsystems angepasst arbeiten. Gewerkeübergreifend können effizienzsteigernde Regelstrategien umgesetzt werden.
Gebäudeautomation mit LON senkt die Life-Cycle-Kosten von Gebäuden. Schon in der Investitionsphase werden Leitungen, Leitungsführungssysteme oder Sensoren eingespart, da diese von verschiedenen Gewerken gemeinsam benutzt werden können. Im Betrieb senken Energieeinsparungen durch die optimierte Betriebsweise und Kostensenkungen bei Wartung und Instandhaltung die Kosten.
Gebäudeinvestitionen mit LON sind zukunftssicher, da LON eine offene Automationslösung ist und Systeme mit LON problemlos modifiziert und erweitert werden können. LON-Gebäudeautomation kann auch mehrere Gebäuden auf einer Liegenschaft oder verteilte Liegenschaften umfassen.

LON in der Industrie

Für Anwendungen in der Industrie bietet LON eine Vielfalt von Vorteilen und Chancen. Optimale Anwendungsfelder für LON in der Industrie sind die, bei denen

  • die spezifischen Eigenschaften und Vorteile von LON zum Tragen kommen
  • Synergieeffekte mit der technischen Gebäudeautomation vorhanden sind
  • die Anwendungen weitgehend unabhängig von der speziellen Industrie und dem speziellen Produktionstyp sind
  • zeitkritische Steuerungen oder Regelungen keine Rolle spielen

Solche Anwendungen sind zum Beispiel

  • Energie zählen und managen.
  • Alarme, Ereignisse und Betriebsstörungen erfassen, melden und auswerten.
  • Ressourcen verteilen, überwachen und schonen.
  • Produktionsdaten erfassen, aufbereiten und archivieren.
  • Material ein-/auslagern, transportieren und verfolgen.
  • Luftqualität erzeugen und überwachen.
  • Sicherheit am Arbeitsplatz gewährleisten.
  • Fernwirken mit LON über Powerline.
  • Integration von Produktions- und Automatisierungsdaten über Industrial Ethernet, Intranet oder Internet.

Wie bei der gewerkeübergreifenden Gebäudeautomation lassen sich auch in der Industrie Netzwerke realisieren, die eine oder mehrere Anwendungen umfassen. Diese können gleichzeitig, oder nacheinander geplant und umgesetzt werden. Es entsteht eine Lösung „aus einem Guss“ mit gemeinsamer Leittechnik und einheitlichen Schnittstellen zur firmenweiten Planung und Datenverarbeitung (ERP). Dabei nimmt LON eine Vermittlungsfunktion zwischen klassischer Industrieautomation und ERP ein.

LON im Transportwesen

1999 nahm das Institut IEEE (Electrical and Electronics Engineers) die LON-Technologie in IEEE-1473-L auf. Somit wurde der Grundstein zur Kommunikation über LON in Fahrzeugen und zwischen Fahrzeugen sowie für Anwendungen im Zugs- und Flugverkehr gelegt.
Basierend auf dem Standard ISO/IEC 14908-1 wird IEEE-1473-L nun in zahlreichen Anwendungen eingesetzt. Die Lösungen wurden ständig weiterentwickelt und kommen heutzutage vielseitig zum Einsatz. So zum Beispiel bei Zugsbremsen, Zugssteuerung, Signalisierung, Störungsüberwachung, Antriebssteuerung, Beleuchtung, HVAC, Sicherheit und Anzeigelampen. Ausserdem sind Anwendungen im Flugbetrieb und in der Flugverkehrsüberwachung, Beleuchtung der Landebahn, Fernwartung und -steuerung zu finden.

Was ist ein offenes System?
Bei der Diskussion über die Offenheit eines Protokolls gegenüber der Offenheit der tatsächlichen Lösung von einem oder mehreren Lieferanten, ist Vorsicht geboten. Ein offenes Protokoll alleine, kann die Offenheit des ganzen Systems nicht garantieren. Die tatsächliche Offenheit eines Systems ist abhängig davon, dass das System

  • mit verschiedenen Produkten von verschiedenen Anbietern gebaut werden kann.
  • von verschiedenen Systemintegratoren integriert werden kann.
  • von verschiedenen Wartungsfirmen betreut werden kann.
  • den Vorteil der bestmöglichen Systemintegration nutzen kann.

Oft wird angenommen, dass Interoperabilität nur die eingebundenen Geräte betrifft. Tatsächlich umfasst das Wort „Offen“ aber eine Menge verschiedener Ebenen. Die physikalischen Elemente von einem offenen System sind:

  • Geräte
  • Die Infrastruktur
  • Tools
  • Benutzerschnittstellen

Ein ungenügend offenes System zwingt den Anwender Produkte einer einzigen Quelle zu installieren. Wenn später Geräte ausgetauscht werden müssen, muss das gesamte System ersetzt werden, weil die neuen Geräte nicht mit diesen kommunizieren können. So können ungerechtfertigte, hohe Kosten entstehen und die Effizienz bei der Wartung und im Betrieb beachtlich vermindern.

Welches sind die wichtigsten Elemente eines offenen Systems?
Der wichtigste Vorteil der LonWorks®-Technologie ist die Einbindung von allen sieben Layern des ISO OSI (Open Systems Interconnect) Referenzmodels. Die LonWorks®-Technologie basiert grundsätzlich auf vier Elementen:

  • LonTalk®-Protokoll
    Das LonTalk®-Protokoll definiert die Sprache, welche auf dem Medium gesprochen wird.
  • Mikroprozessoren
    Mikroprozessoren auf Kontrollgeräten können diese Sprache interpretieren und bilden sogenannte Knoten, welche mittels der LonTalk®-Sprache vernetzte Funktionen ausführen können.
  • LonWorks® Transceiver
    Die LonWorks® Transceiver können LonTalk® auf verschiedenen physikalischen Medien abbilden, so dass die Sprache über verschiedenste Kommunikationskanäle übertragen werden kann.
  • LonWorks® Tool
    Schlussendlich bilden die Tools das Rückgrat für die Entwicklung von Produkten und die Planung und Durchführung von Installationen. Dementsprechend wird zwischen Entwicklungstools (NodeBuilder, Mirkoprozessor Workbench) und Installationstools (LonMaker, NL220, NL-Facilities) unterschieden.

Ist LonWorks® offen oder proprietär?
LonWorks® ist eine offene, nicht proprietäre Technologie, wie aus den verschiedenen Standarddefinitionen ersichtlich ist. Die wichtigsten Elemente der Technologie sind patentiert, sind aber weltweit für alle zugänglich. Die Lizenzierung der Patente erfolgt nach den bekannten „RAND terms“ (sinnvolle und nicht diskriminierende Anwendungen) und ohne Abgabegebühren (RAND-Z terms). Die Technologie erfüllt alle Bedingungen von ANSI, CEA, IEEE, EN GB/Z und ISO/IEC.

Wer bietet alles LonWorks® Chips an?
Es gibt verschiedene Anbieter von Chips für „embedded“ und „non-embedded“ Protokolllösungen:

  • Echelon Corporation
  • LOYTEC electronic GmbH
  • Adept Systems
  • Cypress Semiconductor
  • Toshiba

Was für Netzwerk-Tools gibt es?
Es gibt zahlreiche Anbieter von Netzwerkmanagmenttools:

  • Distech Controls
  • Circon Systems (BAS)
  • Honeywell International
  • Newron System
  • Echelon Corporation
  • Quark Communications
  • Johnson Controls Inc.
  • Tridium

Muss ich für Credits bezahlen oder muss ich proprietäre Lösungen nutzen, um Geräte installieren zu können?
Bei der Verrechnung von Credits werden Leistungen und nicht geschützte Lösungen verkauft. Die Bezahlung erfolgt für eine Integrationsplattform und nicht für alle Geräte. Es gibt auch Tools, die einmal gekauft werden und dann keine Credits mehr brauchen. Weiter gibt es Selbstinstallierende Geräte, wo kein Netzwerkmanagementtool für die Systemintegration mehr gebraucht wird.

Was für Infrastrukturprodukte gibt es auf dem Markt?
Es gibt zahlreiche Produkthersteller für offene Systemanwendungen. Eine Liste der schweizerischen Anbieter finden Sie in unserem Produkthandbuch. Weitere Hersteller sind auf der Homepage von LonMark® International gelistet. Zurzeit gibt es über 800 verschiedene Produkte, die von LonMark® International zertifiziert wurden. Diese entsprechen den Interoperabilitätsrichtlinien (EN 14908-5) und sind im Produktkatalog von LonMark® International publiziert.

Welches sind LonWorks® Standards?
LonWorks® ist ein national, regional und international in verschiedenen Industriezweigen gültiger Standard. Die folgende Liste beinhaltet national gültige Standards (USA, Europa und China) für das Protokoll und die verschiedenen Transfermedien.

  • Spezifikationen Netzwerkprotokoll
    - ANSI/CEA-709.1-B-2000
    - BS EN 14908-1:2005
    - GB/Z 20177.1-2006
  • Transportmedien (Transceiver)
    - ANSI/CEA-709.2
    - BS EN 14908-3
    - GB/Z 20177.2
    - ANSI/CEA-709.3
    - BS EN 14908-2
    - GB/Z 20177.3
    - ANSI/CEA-709.4
    - ANSI/CEA-852
    - BS EN 14908-4
    - GB/Z 20177.4
    - CEA-852.1
  • Spezifikationen Anwendungs- und Präsentationslayer (ISO OSI Layer 7 und 6)
    - BS EN 14908-5
    - pEN 14908-6

Verschiedene andere Organisationen referenzieren einen oder mehrere dieser verschiedenen nationalen Protokollstandards für LonWorks® in ihren eigenen Standards und / oder in ihren eigenen Richtlinien / Empfehlungen. Diese schliessen AAR, CECED, IEEE, IFSF, SEMI und andere ein, aber sind nicht darauf reduziert.


 

LonMark® Schweiz, Genossenschaft

LON verbindet.
Die LonWorks® Technologie wird überall dort eingesetzt, wo hohe Ansprüche an die vertikale Integration gestellt werden. Dies favorisiert die Technologie in grossen
Gebäuden. Oft ist LonWorks® auch
das Bindeglied zu Funklösungen (EnOcean) oder kostengünstigen Lichtanlagen auf Basis DALI.

Das Ziel der Genossenschaft ist es, die LonWorks®-Technologie zu fördern und zu verbreiten sowie gemeinsame Interessen der Mitglieder zu entwickeln und zu unterstützen.