Facebook

Handbuch LonWorks® für die Planung

Mehr Informationen zur Anwendung von LON / LonWorks® finden Sie unter den folgenden Kapiteln.

 

Basisinformationen

 

Einsatzmöglichkeiten

 

Anwendungen

 

Anbindung an andere Technologien

 

Verkabelung

 

Standards und Normen

 

Planertipps

 

FAQ's

 

Ausbildung

 

Anforderungen an die Planung

Als Integrationsplanung definiert LonMark® Deutschland den Gesamtprozess "Beratung – Planung – Bauüberwachung – Abnahme" von Funktionen, die mehr als ein Gewerk betreffen. Als Gewerke im Sinne der Integrationsplanung gelten dabei Gewerke gem. DIN 276, Kostengruppe 400.

Aufgabe des Integrationsplaners ist die Verknüpfung der gesamten technischen Gebäudeausrüstung. Damit schafft er die Voraussetzungen dafür, dass Immobilien und Liegenschaften effizient betrieben und verwaltet werden können. Der Integrationsplaner wird auch als Gebäudeautomationsplaner (GA-Planer) bezeichnet. Der Integrationsplaner unterscheidet sich vom Fachplaner dadurch, dass er nicht nur ein Gewerk im Fokus hat, sondern einen möglichst ganzheitlichen Blick hat.

Ganzheitliche Lösungen von Anfang an

LonMark® Deutschland empfiehlt, den Integrationsplaner möglichst früh, das heißt noch vor Abschluss der HOAI Leistungsphase 2 „Vorplanung“, in den Planungsprozess zu integrieren. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um die Weichen für eine gewerkeübergreifende Lösung zu stellen.

Die erste Aufgabe des Integrationsplaners ist dann die Erarbeitung der Aufgabenstellung und der Anforderungen, die die Gewerke der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) im System erfüllen sollen. Dieses erfolgt gemeinsam mit dem Bauherrn und Architekten.

Auf dieser Basis erarbeitet der Integrationsplaner dann die Systembeziehung der Gewerke untereinander und formuliert ein gewerkeübergreifendes Lastenheft für die Fachplaner. Diese ist die Basis für den Informationsaustausch zwischen den TGA-Gewerken und die Kommunikation mit einer übergeordneten Managementebene.

Ziel des Integrationsplaners ist es, im Interesse der Nutzer ganzheitliche Lösung zu schaffen und die Entstehung von Insellösungen zu vermeiden. Voraussetzung dafür sind offene Systeme und Unabhängkeit von Herstellern.

Unterschied zur herkömmlichen Planungsweise

Bei der herkömmlichen Vorgehensweise sind die Fachplaner bei der Grundlagenermittlung in der Regel nicht beteiligt. Bei der Vorplanung fragt der Architekt den Platzbedarf ab. Bei der Entwurfsplanung arbeiten sie getrennt nach Gewerken (Heizung, RLT, Sanitär, Elektrotechnik, Aufzugs- und Fördertechnik, Sicherheit, Brandschutz, RWA, etc.) weitgehend ohne Koordination. Auch die Ausführungsplanung wird getrennt nach Gewerken erstellt. Der MSR-Planer (Mess-, Regel- und Steuerungstechnik) oder GA-Planer betreut nur einzelne Gewerke. Auch die Ausschreibung und Vergabe erfolgt getrennt nach Gewerken.

Bei der integrierten Planung ist der Integrationsplaner bereits bei der Grundlagenermittlung dabei. Bei der Vorplanung wird das Konzept für die Kommunikation sowie die einzubeziehenden Gewerke festgelegt. Bei der Entwurfplanung ist es seine Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Fachplanern die Funktionalitäten der Gewerke zu beschreiben und abzustimmen. Zentrale Aufgabe in der Phase der Ausführungsplanung die die Erstellung von Datenpunktlisten für alle Gewerke und die Koordination zwischen den Gewerken, damit die geforderte Funktionalität sichergestellt wird. Bei der Vergabe werden Funktionseinheiten beschrieben. Im Leistungsverzeichnis werden Funktional- und Massenbeschreibung miteinander verknüpft. Zusätzlich wird die Systemintegration ausgeschrieben.

Die integrierte Planung ist durch die Hinzuziehung eines Integrationsplaners und später eines Systemintegrators zunächst mit erhöhten Aufwendungen verbunden. Erste Einsparungen gibt es allerdings schon in der Bauphase, z.B. beim Verkabelungsaufwand oder bei Fühlern und Sensoren. Im Betrieb sind Gebäude, die integriert geplant wurden, nachgewiesener Maßen erheblich kostengünstiger als solche, die herkömmlich geplant wurden


(Quelle: LonMark® Deutschland, Technologie und Anwendungen)


 

LonMark® Schweiz, Genossenschaft

LON verbindet.
Die LonWorks® Technologie wird überall dort eingesetzt, wo hohe Ansprüche an die vertikale Integration gestellt werden. Dies favorisiert die Technologie in grossen
Gebäuden. Oft ist LonWorks® auch
das Bindeglied zu Funklösungen (EnOcean) oder kostengünstigen Lichtanlagen auf Basis DALI.

Das Ziel der Genossenschaft ist es, die LonWorks®-Technologie zu fördern und zu verbreiten sowie gemeinsame Interessen der Mitglieder zu entwickeln und zu unterstützen.